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Pressemitteilung:

22. Januar 2009

SPD beantragt außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrates der Jugendhilfe gGmbH:

Zukunft der Jugendeinrichtungen in den Stadtteilen muss gesichert sein
Thomas Fresen
Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Essen, Thomas Fresen, hat heute gemeinsam mit seinen ebenfalls im Aufsichtsrat der Jugendhilfe gGmbH vertretenen Parteifreunden Britta Altenkamp und Guido Reil eine Sondersitzung des Gremiums beantragt. "Entgegen den ursprünglichen Ankündigungen des Aufsichtsratsvorsitzenden Thomas Kufen (CDU) und der Geschäftsführung der Jugendhilfe gGmbH im Jugendhilfeausschuss als auch im Aufsichtsrat der Jugendhilfe Essen gGmbH, dass mit der Überleitung der städtischen Einrichtungen, dem Emil-Frick-Haus und den mobilen Teams der Anbieterangebote des Jugendamtes in die privatwirtschaftlich ausgerichtete Jugendhilfe gGmbH, die Grundsicherung an Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche in ihrem Sozialraum nicht gefährdet sei, beweisen die jüngsten Entwicklungen in den Borbecker und Kettwiger Jugendeinrichtungen genau das Gegenteil", erklärt der jugendpolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion Fresen.

"Die Jugendeinrichtungen haben aber gleichzeitig nicht die finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt bekommen, um dringend notwendige personelle Nachbesetzungen möglich zu machen. Somit werden die Einrichtungen einem Tod auf Raten ausgesetzt. Denn aufgrund des Personalmangels werden die Kinder und Jugendlichen zwangsläufig immer öfter vor verschlossenen Türen stehen und sich schließlich von dem Angebot abwenden", kritisiert Fresen. In der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung will Fresen nun geklärt wissen, wie die Zukunft der Einrichtungen abgesichert werden soll.

Auch der SPD-Oberbürgermeisterkandidat und Vorsitzende der Essener SPD-Ratsfraktion, Reinhard Paß, teilt die Kritik und sieht "ein attraktives und vielfältiges Angebot für Jugendliche in Essen mit unterschiedlichen Angebotsschwerpunkten massiv gefährdet." Das notwendige Geld sei nicht den übergeleiteten Stellen gefolgt, kritisiert Paß und erwartet ebenso wie Fresen, "dass der Aufsichtsratsvorsitzende der Jugendhilfe Thomas Kufen (CDU) und der zuständige Beigeordnete Peter Renzel (CDU) in der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung Antworten geben, wie diese Probleme geklärt werden können."

Aus Sicht der SPD kann die Personallücke nicht durch Ehrenamtliche ausgeglichen werden. Peter Weckmann, seit Januar für die SPD im Landtag, warnt vor derlei Ideen. "Ehrenamtliche Menschen dürfen nicht als die Lückenbüßer für eine undurchdachte Kinder- und Jugendarbeit sowie einem nicht tragfähigen Personalkonzept der Stadt angesehen werden", appelliert der gelernte Pädagoge mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen in den Essener Jugendeinrichtungen. Vielmehr müsse aus Weckmanns Sicht die Attraktivität und das pädagogische Angebot erweitert werden. "Das geht nicht zum Nulltarif, aber es ist gut angelegtes Geld", ist sich Weckmann sicher.


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